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Medienprojekte FSS/FSW

Medienprojekte sind an der AES ein Schwerpunkt der Ausbildung und sollen den Studierenden die Möglichkeit geben, die in der Schule erworbenen Fähigkeiten unmittelbar in der Praxis umzusetzen.
Unter Medien sind alle Formen der Arbeit mit Medien zu verstehen, wobei wir Wert darauf legen, dass die Studierenden während der Ausbildung möglichst viele Formen der kreativen Bearbeitung kennen lernen sollen und – bezogen auf die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Klientel – anwenden können. Darüber hinaus sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, sich mit den Medien und deren zugrunde liegenden Techniken vertraut zu machen und selbst Umgangsweisen mit ihnen zu erarbeiten. Die Projektmethode ist unserer Einschätzung nach eine hervorragende Technik zur Bearbeitung von für die jeweiligen Gruppen interessanten Themen. Ausgehend vom Situationsansatz sollen die Studierenden lernen, Projekte aus Impulsen der Gruppe heraus zu entwickeln, zu planen, gegebenenfalls zu modifizieren, durchzuführen
und zu reflektieren.

Häufig werden wir Anleiterinnen und Anleitern gefragt, auf welche Form der Praxis-Begleitung unserer Studierender man sich vorzubereiten hätte . Hierzu ein paar kurze Informationen:
Die Projekte sollen von den Studierenden in größtmöglicher Eigenverantwortlichkeit vorbereitet, durchgeführt und reflektiert werden.
Gleichzeitig brauchen sie, je nach Einrichtung, Projekt, Kindergruppe und persönlichem Entwicklungsgrad, unterschiedlich geartete Unterstützung durch die Mitarbeiter/innen der Einrichtung.
Diese besteht z.B. in:

  • Hilfe bei der Klärung organisatorischer Fragen (z.B. Raum- und Zeitstruktur der Einrichtung, an wen kann ich mich bei verschiedenen Fragen wenden, Aufsichtspflicht)
  • Hilfe beim Einschätzen von Interessen und Fähigkeiten der Kinder
  • Hilfen beim Deuten von Verhaltensweisen der Kinder
  • Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit den Eltern (z.B. Ankündigung/Vorstellung der Praktikant/innen beim Elternabend, zur Bereitstellung einer Pinnwand/schwarzen Brettes für Aushänge, die das Projekt betreffen)
  • Auf Nachfrage Beratung bei Fragen, welche die pädagogische Arbeit betreffen.

Zu Beginn des Projektes bieten wir Ihnen im Rahmen eines Präsentationsvormittages ein Informationsgespräch an userer Schule an. Sie werden dazu von unseren Studierenden rechtzeitig eingeladen.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!

Um Projekte in sozialpädagogischen Einrichtungen zu veranschaulichen, eignen sich Medien in besonderem Maße. In diesem Jahr werden folgende Medienprojekte angeboten:


Projekt: Video Filmwelt trifft Kinderwelt- wie die Bilder laufen lernen

Angebot 5.- 8. Stunde
Die Faszination der bewegten Bilder ergreift schon die kleinsten Erdenbürger und jeder zweite Hortbewohner möchte einmal ein Filmstar werden.
Das Medienprojekt Film möchte Ihnen und den Kindern das Know How zur Herstellung eines Filmes vermitteln: von der Entwicklung einer Idee bis zum fertigen Drehbuch, von der ersten Probe am Set bis zum Dreh und abschließend in der Nachbearbeitung im Filmschnitt. Dabei kann natürlich Musik verwendet werden, dabei können digitale Effekte zum Einsatz kommen.
Beginnen möchte ich dieses Projekt mit einem Besuch im Filmmuseum in Frankfurt, damit die historische Dimension dieser noch jungen Kunstform bewußt wird. Danach werden wir viel mit der Kamera arbeiten und so das Medium Film selbst erproben. Die Analyse unserer Lieblingsfilme wird uns helfen die Mittel des Filmes zu begreifen. Dann beginnt die Entwicklung des eigenen Filmstoffes in kleinen Gruppen bis hin zur Realisierung dieser Idee, die ich begleiten werde. Dabei werden wir spielerische Annäherungen an das Filmen erproben und so eine Grundlage für die Durchführung eines Filmprojektes in der Praxis im zweiten Halbjahr schaffen.

Uwe Dörr

Printmedien 1: „Zeitungen und Zeitschriften

5-8 Std.

Zeitungen und Zeitschriften gehören zu den ältesten Printmedien unserer heutigen Medienwelt. Gerade in der „Literacy-Erziehung“ bei Kindern im Vorschulalter stehen Printmedien im Zentrum der Sprachförderung und schließen damit das Verstehen von Schrift-sprache und das sinnentnehmende Lesen mit ein. Das Medium „Zeitung“ eignet sich zudem auf vielfältige Weise für die spätere kindgerechte praktische Umsetzung. Hierbei können die Kreativität sowie die individuellen Fähigkeiten der Kinder mit eigenen Mitteln und Werkzeugen gefördert werden.
Eine praktische Auseinandersetzung mit Printmedien kann ihre pädagogische Arbeit unterstützen und positiv beeinflussen. In dem Projekt Printmedien: „Zeitungen und Zeitschriften“ erhalten Sie die Möglichkeit mittels der Projektmethode kreativ ihre Medien-kompetenz zu erweitern bzw. zu vertiefen. Dabei erfahren Sie etwas über den Gestaltungsprozess eines Printproduktes, von der Idee bis zum Layout, über die Gestaltungsgrundlagen wie beispielsweise Bildgrößen, Textanordnungen, Satzarten, Typografie und Farben. Sie können sich als GestalterIn, JournalistIn, RedakteurIn, FotografIn und IllustratorIn ausprobieren und ihre eigenen Ideen in der praktischen Durchführung umsetzen.

Korinna Legandt

Projekt Printmedien II „Experimentelles Drucken“

1-4 Std.
In diesem Medienprojekt können Sie unterschiedliche Drucktechniken entdecken, kennenlernen und ausarbeiten. Verschiede Materialien beispielsweise aus der Natur, dem Büro- und Haushalt oder Verpackungen aller Art lassen sich in Druckstöcke umwandeln. Bei diesem kreativen, handwerklichen Arbeiten können Sie schöpferisch und künstlerisch tätig sein und zugleich auf den Gestaltungsprozess ihres Printprodukts (Postkarten, Kalender, Bücher, Bilder) Einfluss nehmen. Durch die ästhetisch-künstlerische Auseinandersetzung in unterschiedlicher Form, mit Bildern oder Worten (Sprache und Literacy) können Sie neue Eindrücke sammeln und Ihrer Kreativität Ausdruck verleihen. Zudem erweitern sich Ihre methodischen Handlungsmöglichkeiten für pädagogische Einrichtungen, denn kleine Druckprojekte als feste Bestandteile der Literacyerziehung und des Lese- und Schreiblernprozesses bieten vielseitige Förder-möglichkeiten für Kinder. Eine Vielzahl von personalen, sozialen und fachspezifischen (Deutsch, Kunst, Technik) Kompetenzen werden bei dem gemeinsamen Drucken geschult und gefördert.

Korinna Legandt

Projekt Theater:

Theater trifft Bilderbuch- wie Geschichten in dreidimensionale Ereignisse verwandelt werden
1. – 4. Std.
In diesem Medienprojekt steht zunächst die Aneignung der Methoden des Theaters im Focus: Yeux Dramatique, Improvisationstheater, Schattentheater, Objekttheater, Puppentheater, Augusto Boals „Theater der Unterdrückten“ und Schwarzlichttheater sind mögliche Formen, die uns dabei helfen können Geschichten auf die Bühne zu bringen. Sie alle gehorchen den Gesetzen der Dramaturgie, also der Kunst Geschichten spannend zu erzählen, die uns ebenfalls beschäftigen wird. Das Material für die kleinen Aufführungen können Bilderbücher werden, die euch begeistern.
Die Kompetenzen, die wir uns selbst und den möglichen Zielgruppen dabei vermitteln können, sind wesentliche: verbale und körperliche Sprache, die Sprache der Formen und Farben, der Klänge uns sogar der Gerüche werden gefordert. Für das Praxisprojekt werden dann die Bücher der jeweiligen Zielgruppe zum Anlass von Projekten werden.

Uwe Dörr

Projekt BEWEGUNGSKÜNSTE: „Gemeinsam Bewegungen ausprobieren und Gestaltungen entwerfen.“

5.-8. Std.
Der Bereich Bewegungskünste stellt ein Handlungsfeld dar, in dem es um das Erproben, Erlernen und Beherrschen kleiner Kunststücke mit dem eigenen Körper und verschiedenen Geräten und Objekten geht. Bewegungskünstler versuchen ihren Körper bewusst zu bewegen (zu Musik, zu einem Rhythmus in verschiedenen Stilen), halten Objekte am Fliegen (Jonglage mit Bällen, mit dem Diabolo, mit Tüchern), setzen das Gleichgewicht mit Partner oder der Gruppe aufs Spiel (Vertrauens- und Kraftspiele, Akrobatik, gruppendynamische Übungen) oder „sich auf oder mit kippeligen Geräten zu bewegen“ (Einrad, Stelzen, Seil). Natürlich entdecken wir nach euren Wünschen auch weitere kreative Bewegungsfelder.

Wer Lust auf herausfordernde sportliche Bewegungen zu Musik und kreative Gestaltung im Team hat, ist hier genau richtig!

Bewegungskünste bieten einem breit angelegten Zielgruppenspektrum (verschiedene Alters- und Interessengruppen) vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Bewegungskünste gehen über den alltäglichen Erfahrungshorizont hinaus und bieten somit viel Freiraum für Phantasie und Kreativität der Kinder und Jugendlichen.

Nelly Beyer

1 – 4. Std.

Wir kennen Masken in unterschiedlichster Form: Karnevalsmasken, Venezianische Masken, Tiermasken, etc. Aber auch Masken, die wir und unsere Mitmenschen im Alltag tragen, sind uns bekannt. Masken können der Verwandlung dienen, sie können auch Schutz oder Hindernis sein.

Kinder mögen das Spiel mit der Verwandlung, sie mögen es, sich in andere Rollen hinein zu denken und zu fühlen. Masken können hierbei – behutsam eingesetzt – einen besonderen Reiz ausmachen. Es macht Freude, eine ganz persönliche Maske zu gestalten und sich dahinter auszuprobieren.

Musik eignet sich hervorragend als Ergänzung des Maskenspiels, da sie die Bewegungen und das Spiel mit der Maske begleiten oder anregen kann.

Inhalte:

  • Gestaltung von Masken mit unterschiedlichen auch für Kinder geeigneten Maskenbautechniken
  • Gestalten von Verkleidungen, passend zu den Masken
  • Spiel mit Maske, Verkleidung, Bewegung und Musik
  • Entwickeln von Szenen mit Verkleidung und Maske

Stephanie Buchwald-Perl

Die Arbeit an und mit Schatten und Licht bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vielfältige Anregungen zur Auseinandersetzung mit sich selbst sowie ihrer sozialen und materiellen Umwelt. In der Welt der Schatten ist nichts so wie es „im Licht“ scheint. Ein Schatten ist nur dann erkennbar, wenn er eine kontraststarke und deutliche Kontur hat. Die Aufgabe, diese Konturen zu erzeugen, regt das Vorstellungsvermögen an. Wie etwas wirkt, erfährt man erst durchs Ausprobieren. So werden Menschen zu Schmetterlingen, Haushaltsgegenstände beginnen zu tanzen und aus einem Papierknäul wird ein….. Die Prinzipien des Schattenspiels sind einfach zu erlernen und bereits erste Spielversuche erzeugen spannende Effekte. Für Menschen, die ansonsten Hemmungen haben, vor anderen „im Licht zu stehen“, kann das Schattentheater ein geschützter Ausdrucksraum sein. Der Neugier und Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Weiterentwicklung gelingt beim Schattenspiel nur im Team. Denn der/die SchattenspielerIn ist auf die Rückmeldungen der Zusehenden über die Wirkung des Spiels angewiesen. Zusammenarbeit und Verständigung, auch dann wenn es mal `kritisch` wird, sind deshalb eine wesentliche Entwicklungsaufgabe in der Arbeit mit diesem Medium.

Barbara Schütze

Ton, ein völlig ursprüngliches Material aus dem der Mensch vor über 30.000 Jahren etwas völlig Neues geschaffen hat. Das früheste Schöpfertum der Menschheit verbindet sich mit diesem Werkstoff.
Selbst in unserer Zeit hat er seinen natürlichen Zustand erhalten, ist sehr leicht formbar und in gebranntem Zustand besitzt er eine unglaubliche Beständigkeit und Festigkeit. Bewegung erhält durch ihn Gestalt.
Im Mittelpunkt des Projektes steht das Experimentieren mit dem Material Ton sowie dem Selbsterfahren unterschiedlichster Gestaltungsmethoden aus dem kunstpädagogischen und -therapeutischen Bereich, wie beispielsweise das Herstellen einer Schale, bis hin zum „blinden Gestalten mit Ton“ oder der „Arbeit am Tonfeld“ nach Deuser.
Es wird gematscht, geknetet, geformt, modelliert, gebrannt, angemalt und glasiert – das prozesshafte Erleben steht im Zentrum des Schaffens.
Da in der Praxis oftmals keine Brennöfen und Werkzeuge/Material zum Töpfern zur Verfügung stehen, stellen wir mitunter selbst Knet- bzw. Modelliermassen her.
Darüber hinaus ist ein plastisches Gestalten bzw. Modellieren und Skulpturenbau ebenso mit Gips, Pappmache und weiterem Material möglich – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Natalie Buschbacher

Projekt „ Ästhetisches Experimentieren -Sinn und Eigensinn des ästhetischen Ausdrucks”:

Die Schmieraktivitäten von Kindern sind Zeichen für sich herausbildende Fähigkeiten. Oder, wie Widlöcher es beschreibt:
„…Diese Dauerhaftigkeit der grafischen Spur ist also Quelle des Glücks. Sie ist das erste Produkt, das vor den Augen des kleinen Wesens eine eigene, von ihm losgelöste Wirklichkeit, ein >Double< darstellt.“ (zit.n.Widlöcher,D.1984. Was eine Kinderzeichnung verrät. S.32) Der Zusammenhang zwischen der Bewegung der Hände und der Schmierspur wird von den Kindern erkannt und durch eine bewusste Wiederholung zu einer positiven Erfahrung der eigenen Wirksamkeit. „Das kann ich, das habe ich gemacht!“ In diesem Projekt wollen wir uns gemeinsam auf die Spurensuche der eigenen Kreativität begeben und geeignetes Gestaltungsmaterial schöpferisch erkunden. Voraussetzung: Experimentierfreude!! Jennifer Krebs

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