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Schulaustausch/Istanbul

Meine Summer School in Istanbul wurde von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert, die auch weitere, ähnliche Stipendien anbietet. Sie möchte Schülern ermöglichen, Eindrücke außerhalb Deutschlands zu sammeln und in Kontakt mit Menschen aus aller Welt zu treten. Das Programm möchte helfen, eine „deutsch-türkische“ Brücke zu bauen.
Nachdem ich von meiner Englischlehrerin auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht wurde, hatte ich mich dort spontan beworben. Da die Kurse auf Englisch angeboten wurden und man sich auf Englisch verständigen musste, erschien es mir als eine gute Gelegenheit an meinen Englischkenntnissen zu arbeiten. Ich bin der Meinung, dass man solche Chancen nutzen sollte: Außerhalb der Schule etwas zu tun, zu reisen und auf neue Leute zu treffen, hilft mir aus mir heraus zu kommen und ich möchte solche Möglichkeiten auch in Zukunft wahrnehmen.

Also flog ich im Sommer am 1. Juli 2012 von Stuttgart aus nach Istanbul. Mein Flugzeug startete um 13:45 Uhr (nach deutscher Zeit) und landete am Sabiha Gökcen Flughafen in der Türkei. Am Flughafen wurden wir von jungen, türkischen Studenten, die Deutsch sprachen erwartet. Einer von ihnen hielt ein Schild mit der Aufschrift „ Sabanci University“ in der Hand. Nachdem auch die anderen Sommerschüler, die aus allen Städten Deutschlands am türkischen Flughafen ankamen und wir vollzählig waren, wurden unsere Koffer in einen Bus geladen und wir fuhren zur Universität. Bereits am Eingang schauten wir nicht schlecht: Es war sofort klar, dass diese Universität den Studenten viele Möglichkeit bietet. Auf dem Campus angekommen, unternahmen wir eine Führung und bekamen gesagt, wann wir wo anwesend sein sollten.

Ich wurde mit meiner Freundin einem Zimmer zugewiesen, in dem wir mit zwei weiteren Mädchen aus Stuttgart für die nächsten zwei Wochen wohnten. Jeden Morgen, nach dem Frühstück in der Cafeteria, fand ab 09.30 Uhr ein Kurs zum Thema ‘ Kultur & Gesellschaft‘, statt, der um 11.30 Uhr endete. Es herrschte Anwesenheitspflicht. Unsere Nachmittage gestalteten sich durch Theaterkurse, Sportkurse wie z. B. Fitness, Basketball und Tennis, Tanzkurse und rhythmische Kurse. Man war gezwungen Englisch reden, da bis auf unsere Betreuer und die anderen Sommerschüler niemand Deutsch sprach. Ich habe viele neue Leute kennengelernt, die sehr neugierig waren, wie das Leben eines Schülers in Deutschland aussieht. Über meine Aussage, dass es in Deutschland viele türkische Menschen gibt, wunderten sich viele. Wir unternahmen viele Exkursionen: Wir fuhren nach Kadiköy, ein Stadtteil, in dem man das türkische Großstadtleben erleben konnte.

Dann besuchten wir die Prinzeninseln und dort das Inselmuseum. Wir unternahmen einen Ausflug in die Altstadt. Das, was diese auszeichnet, ist die Religionsfreiheit, die dort herrscht. Besonders bemerkenswert fand ich eine ehemalige Kirche, die dann zur Moschee umgebaut wurde, ehe man sie dann doch wieder zu einer Kirche umbaute, die heute als Museum dient. Gegen Ende unseres Aufenthalts unternahmen wir einen Ausflug nach Ankara. An diesem Morgen mussten wir um 05.00 Uhr morgens aufstehen, um rechtzeitig dort zu sein um eine Führung durch das türkische Parlament zu unternehmen. Nach einer kurzen Pause erwartete uns der ehemalige Bürgermeister zu einem Interview. Eine sehr anstrengende, allerdings auch spannende und interessante Reise. Menschen, die interessiert an der türkischen Kultur sind und sich einen Austausch wünschen, sollten daran unbedingt mal teilgenommen haben.
Nadin Elbayari

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