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Heilerziehungspfleger/in

Sie haben Interesse an der Arbeit mit und für Menschen mit Behinderungen?
Wir bieten Ihnen eine interessante Ausbildung! Während der ersten beiden Ausbildungsjahre lernen Sie in unserer Fachschule am Standort Kyritzschule die berufsbezogenen theoretischen Grundlagen für Ihre spätere Arbeit. Praxiserfahrung erhalten Sie während dieser Zeit während eines je sechswöchigen Praktikums.
Während des 3. Ausbildungsabschnitt arbeiten Sie in einer Praxisstelle und werden zusätzlich von uns Schule betreut. In der Regel findet außerdem einmal wöchentlich ein praxisbegleitender Unterricht an der Schule statt. Dieser Ausbildungsabschnitt wird entlohnt.
Das Arbeitsfeld eines Heilerziehungspflegers ist vielfältig und umfasst u.a. die Bereiche:

  • Kitas
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Ambulante Dienste
  • Förderschulen

Beitrag im ARD-Fernsehen zum Berufsfeld:

Link zum Original-Beitrag vom 13.4.2012
http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/ich-machs/im-heilerziehungspfleger100.html

Aufgabe, Zielsetzung und Berechtigungen

Ziel der Ausbildung ist die Befähigung, in sozialpflegerischen Bereichen als Heilerziehungspflegerin oder als Heilerziehungspfleger selbständig und verantwortlich tätig zu sein. Wer die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, ist berechtigt, die Berufsbezeichnung
Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/ Staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger
zu führen.
Zusätzlich kann die allgemeine Fachhochschulreife erworben werden.

Dauer und Gliederung der Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie gliedert sich in eine überwiegend fachtheoretische Ausbildung von zwei Jahren an der Fachschule für Sozialwesen /Schwerpunkt Sozialwirtschaft und ein anschließendes Berufspraktikum von einem Jahr, das in sozialpädagogischen bzw. sozialpflegerischen Einrichtungen abgeleistet wird.
Die überwiegend fachtheoretische Ausbildung wird mit einer theoretischen Prüfung abgeschlossen. Das Berufspraktikum wird mit einer methodischen Prüfung (Kolloquium) abgeschlossen.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt nach Rahmenlehrplänen. Dem Ausbildungsziel entspricht vorwiegend themenzentriertes, fächerübergreifendes und praxisbezogenes Arbeiten. Projekt- und handlungsorientierte Lehr- und Lernansätze stehen im Vordergrund. Um auf die Übernahme von Verantwortung im sozialpflegerischen Berufsumfeld vorzubereiten, geht es in der Ausbildung neben der Vermittlung von Fachwissen auch um persönliche Weiterentwicklung. Dabei greifen wir die Erfahrungen, Interessen und Einstellungen der Studierenden auf.

Den kompletten Rahmenstundenplan erhalten Sie über einen Link zum hessischen Kultusministerium als PDF FS_Rahmenstundenplan.
Ab dem Schuljahr 2003/04 wird mit dem erfolgreichen Abschluss der Fachschule die Fachhochschulreife nur noch dann zuerkannt, wenn Studierende am Zusatzunterricht zur Erlangung der Fachhochschulreife teilgenommen und die entsprechende Zusatzprüfung bestanden haben. Zusatzunterricht wird in Mathematik (3 Stunden pro Woche) erteilt.

Aufnahmevoraussetzung

Die Aufnahme in die Fachschule für Sozialwesen setzt voraus:

  1. Zeugnis des Mittleren Abschlusses oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis. In Zweifelsfällen entscheidet das Staatliche Schulamt über die Gleichwertigkeit.
  2. Einen Berufsabschluss als Staatlich geprüfte Sozialassistentin, als Staatlich geprüfter Sozialassistent oder den Abschluss einer einschlägigen anerkannten Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer oder die erfolgreiche Teilnahme an einer Feststellungsprüfung zum Nachweis einer gleichwertigen beruflichen Vorbildung.
    Die Zulassung zur Feststellungsprüfung setzt den Nachweis einer Berufstätigkeit von drei Jahrenund von sozialpädagogischer Erfahrung voraus. Hierauf sind anzurechnen:
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung
  • erzieherische und pflegerische Tätigkeit in der Familie bis zu einer Dauer von zwei Jahren
  • ein studienqualifizierender Abschluss in der Sekundarstufe II bis zu einer Dauer von zwei Jahren (FHR, Abitur)
  • förderliche Studienleistungen an Fachhochschulen und Hochschulen
  • die Ableistung eines sozialen Jahres im Sinne des Gesetzes zur Förderung des freiwilligen sozialen Jahres
  • der Grundwehrdienst oder der Zivildienst
  • ein Auslandsaufenthalt als Au-Pair bis zur Dauer von zwölf Monaten
  • einschlägige Berufstätigkeit. Bestandteil der Feststellungsprüfung ist ein Gespräch über die sozialpädagogischen bzw. sozialpflegerischen Erfahrungen.
  • Falls Sie den Abschluss nicht in Deutschland erworben haben, fügen Sie bitte dem Antrag einen Gleichstellungsbescheid bei.
Bewerbungsverfahren

Die Zulassung zur Ausbildung ist bei der Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialwesen Schwerpunkt Sozialwirtschaft schriftlich zu beantragen.
Den Antrag richten Sie bitte an die u.a. Kontaktadresse.

Einsendeschluss der Bewerbungsunterlagen ist der 15. Februar 2016

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  1. ein Aufnahmeantrag (siehe Downloads)
  2. ein Lebenslauf in tabellarischer Form und ein Lichtbild neuesten Datums
  3. die Zeugnisse, Beurteilungen und Bescheinigungen über die in 1 und 2 geforderten Bildungs- und  Ausbidlungsabschlüsse, Praktika und berufliche Tätigkeiten
    - Zeugnisse, Beurteilungen und Kopien müssen in amtlich beglaubigter Abschrift oder Kopie vorgelegt werden
    - aus den Bescheinigungen über die berufliche Tätigkeit sollen Art und Dauer der einzelnen Tätigkeiten sowie die wöchentliche Arbeitszeit hervorgehen.
    -  wenn zur Zeitpunkt der Bewerbung Schulbesuch, Praktika, berufliche Ausbildungen und Tätigkeiten noch nicht abgeschlossen sind, ist zunächst die Vorlage von   Halbjahreszeugnissen und Zwischen- bzw. vorläufigen Bescheinigungen/Beurteilungen erforderlich.
    - Abschlusszeugnisse und abschließende Bescheinigungen/Beurteilungen sind spätestens bei Aufnahme der Ausbildung nachzureichen.
  4. gegebenenfalls Bescheinigungen über Art und Dauer sozialpädagogischer und pflegerischer Erfahrungen
  5. ein ärztliches Zeugnis über die gesundheitliche Eignung oder eine schriftliche Erklärung darüber, dass das ärztliche Zeugnis spätestens bei Aufnahme der Ausbildung vorgelegt wird (es darf zu diesem Zeitpunkt nicht älter als 2 Monate sein)
  6. eine schriftliche Erklärung der Bewerberin/des Bewerbers darüber, ob sie/er sich einem vorausgegangenen Auswahlverfahren an einer Fachschule für Sozialpädagogik in Hessen unterzogen bzw. ob sie/er eine andere Fachschule für Sozialpädagogik bereits besucht und die Abschlussprüfung abgelegt und nicht bestanden hat
  7. zwei adressierte und ausreichend frankierte Briefumschläge für Benachrichtigungen.


Ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber größer als die Zahl der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze, wird ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung die Mittlere Reife noch nicht erworben wurde oder Praktika, berufliche Ausbildungen und Tätigkeiten usw. noch nicht abgeschlossen sind, erfolgt die Aufnahme unter dem Vorbehalt, dass der jeweilige Abschluss bis zum Eintritt in die Ausbildung nachgewiesen wird.

Die Aufnahme ist nicht möglich, wenn der Bewerber und die Bewerberin

  • die Aufnahmevoraussetzungen nicht erfüllt bzw. nicht nachweisen kann oder
  • aus gesundheitlichen Gründen für den Beruf der Heilerziehungspflegerin/des Heilerziehungspflegers nicht geeignet ist oder
  • die Staatliche Abschlussprüfung an einer anderen Fachschule für Sozialwesen nicht bestanden hat.

Soweit freie Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen, können Bewerberinnen und Bewerber in den zweiten Ausbildungsabschnitt aufgenommen werden, wenn sie die entsprechenden Aufnahmevoraussetzungen für die Fachschule für Sozialwesen erfüllen und sich einer Aufnahmeprüfung mit Erfolg unterzogen haben.

Finanzierung

Für die Ausbildung an der Alice-Eleonoren-Schule wird kein Schulgeld erhoben. Lehr- und Lernmittel werden im Rahmen der vom Land Hessen zugewiesenen Mittel zur Verfügung gestellt.

Für persönliche Materialien, Literatur, Exkursionen, Papier, Hefte, Ordner, Projekte usw. sollte allerdings mit einem Betrag von ca. 25 Euro monatlich gerechnet werden. Diese Materialien gehören nicht zum schulischen Haushalt und müssen von den Studierenden privat getragen werden.

Im ersten Ausbildungsabschnitt wird je eine Projektwoche mit außerschulischen Experten mit den Schwerpunkten Medien bzw. Naturwissenschaftliches Experimentieren/naturkundliche Erfahrungen/Erlebnispädagogik durchgeführt. Kostenbeitrag: 50 Euro.

Bei der Finanzplanung ist weiterhin zu berücksichtigen, dass während der Ausbildung eine Studienfahrt durchgeführt werden kann. Die Kosten können bis zu 250 Euro betragen.

Zur Finanzierung des Lebensunterhaltes können für den ersten und zweiten Ausbildungsabschnitt Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG/Meister BaföG) beim Amt für Ausbildungsförderung gestellt werden.

Eine umfassende Linkliste der Agentur für Arbeit finden Sie:hier

Weiterhin ist im Einzelfall eine Förderung der Ausbildung als berufliche Weiterbildung durch das Arbeitsamt möglich.
Das Berufspraktikum ist ein vergütungs- und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Für Ausbildungsstellen in öffentlicher Trägerschaft bemisst sich die Vergütung nach dem Tarifvertrag über die Regelungen der Arbeitsbedingungen der Praktikantinnen und Praktikanten für Berufe des Sozial- und Erziehungsdienstes.

Da wir seit dem Schuljahr 2010/11 FKS AZWV-zertifiziert sind, können Sie ggfls. bei der Agentur für Arbeit Bildungsgutscheine beantragen, die Sie bei uns einlösen können.
Die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) ist eine Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit vom 16. Juni 2004 gem. § 87 SGB III und regelt die Anerkennung (Akkreditierung) von fachkundigen Stellen und die Zertifizierung von Bildungsträgern und Bildungsmaßnahmen.

Weiter Infos finden Sie unter folgendem Link zu den Bildungsgutscheinen.

Stephanie Buchwald-Perl
aes@darmstadt.de

Sekretariat:
Kapellplatz 2
64283 Darmstadt
Tel.: 06151-132574
Fax: 06151-132576

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