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Start der Medienprojekte

DSC02539Medienprojekte sind in der Fachschule für Sozialwesen ein Schwerpunkt der Ausbildung und sollen den Studierenden die Möglichkeit geben, die in der Schule erworbenen Fähigkeiten unmittelbar in der Praxis umzusetzen.
Unter Medien sind alle Formen der Arbeit mit Medien zu verstehen, wobei wir Wert darauf legen, dass die Studierenden während der Ausbildung möglichst viele Formen der kreativen Bearbeitung kennen lernen sollen und – bezogen auf die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Klientel – anwenden können. Darüber hinaus sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, sich mit den Medien und deren zugrunde liegenden Techniken vertraut zu machen und selbst Umgangsweisen mit ihnen zu erarbeiten. Die Projektmethode ist unserer Einschätzung nach eine hervorragende Technik zur Bearbeitung von für die jeweiligen Gruppen interessanten Themen. Ausgehend vom Situationsansatz sollen die Studierenden lernen, Projekte aus Impulsen der Gruppe heraus zu entwickeln, zu planen, gegebenenfalls zu modifizieren, durchzuführen
und zu reflektieren.

Häufig werden wir Anleiterinnen und Anleitern gefragt, auf welche Form der Praxis-Begleitung unserer Studierender man sich vorzubereiten hätte . Hierzu ein paar kurze Informationen:
Die Projekte sollen von den Studierenden in größtmöglicher Eigenverantwortlichkeit vorbereitet, durchgeführt und reflektiert werden.
Gleichzeitig brauchen sie, je nach Einrichtung, Projekt, Kindergruppe und persönlichem Entwicklungsgrad, unterschiedlich geartete Unterstützung durch die Mitarbeiter/innen der Einrichtung.
Diese besteht z.B. in:

  • Hilfe bei der Klärung organisatorischer Fragen (z.B. Raum- und Zeitstruktur der Einrichtung, an wen kann ich mich bei verschiedenen Fragen wenden, Aufsichtspflicht)
  • Hilfe beim Einschätzen von Interessen und Fähigkeiten der Kinder
  • Hilfen beim Deuten von Verhaltensweisen der Kinder
  • Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit den Eltern (z.B. Ankündigung/Vorstellung der Praktikant/innen beim Elternabend, zur Bereitstellung einer Pinnwand/schwarzen Brettes für Aushänge, die das Projekt betreffen)
  • Auf Nachfrage Beratung bei Fragen, welche die pädagogische Arbeit betreffen.

Zu Beginn des Projektes bieten wir Ihnen im Rahmen eines Präsentationsvormittages ein Informationsgespräch an userer Schule an. Sie werden dazu von unseren Studierenden rechtzeitig eingeladen.

Wir freuen uns auf eine gemeinsame, spannende Zeit!

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Um Projekte in sozialpädagogischen Einrichtungen zu veranschaulichen, eignen sich Medien in besonderem Maße. In diesem Jahr werden folgende Medienprojekte angeboten:(Für mehr Information bitte den jeweiligen Reiter anklicken)








Tiergestützte Interventionen in der sozialen Arbeit

1.-4. Std. Ort: Vivarium Darmstadt
EselkonkurrenzDieses Projekt wendet sich an Studierende, die Interesse an der pädagogischen Arbeit mit dem Partner Tier haben und bereit sind, mit verschiedenen Tieren in einen engen Kontakt zu treten. Es sollten daher keine Phobien oder Allergien vorliegen.

Die Projektarbeit findet im Vivarium Darmstadt statt, wo wir uns während des 1. HJ größtenteils aufhalten werden. Dort steht uns für die Erarbeitung der theoretischen Grundlagen die Zooschule zur Verfügung. Für die praktische Umsetzung können Sie selbst¬ständig mit einer geeigneten Tiergruppe arbeiten.
Während der Praxisphase können Sie sich -unter Einhaltung entsprechender Absprachen- direkt mit den Tieren beschäftigen (z.B. Einübung eines Tricks, Aufbau einer Mensch-Tier-Beziehung) oder ein Projekt entwickeln, das sich mit dem/n Tier/en beschäftig (z.B. ein Kurzfilm, eine Collage, ein Kinderbuch, Filzen…. etc.). Dabei führen Sie ein Projekttagebuch mit reflektorischen Elementen. Die Form des Tagebuchs ist offen und sollte neben schriftlichen Anteilen auf weitere geeignete Dokumentationsformen zurückgreifen (z.B. Film, Fotografie, Tonaufnahmen).

Fachtheoretische Grundlagen
Zusätzlich zu den allgemeinen Unterrichtsinhalten zum Thema Projektarbeit können folgende fachlichen Inhalte Bestandteil des theoretischen Unterrichts sein:
• Theorien zum Verständnis der helfenden und heilenden Wirkung von Tieren
• Wissen über physische, soziale und psychische Effekte von Tieren auf Menschen
• Hygienische Voraussetzungen für den pädagogischen und therapeutischen Einsatz von Tieren
• Ethische Fragen, Rechte von Tieren im pädagogischen und therapeutischen Kontext
• Einsatzmöglichkeiten und -grenzen von Tieren in der sozialen Arbeit
• Rechtliche und organisatorische Grundlagen

Fachpraktische Grundlagen
Folgende Grundlagen können Sie in der Auseinandersetzung mit einer von Ihnen gewählten Tiergruppe oder -art praktisch erfahren und theoretisch vertiefen:
• Mensch-Tier Kommunikation (verbale und nonverbale Kommunikationsmuster erkennen und einsetzen; Arttypische Kommunikation, “das Tier verstehen lernen”)
• Artgerechte Haltung, Versorgung und Betreuung einer ausgewählten Tiergruppe/-art
• Beobachtung der Verhaltensentwicklung von Tieren
• Eine gemeinsame Aktion mit Tieren zielgruppenorientiert planen und durchführen (Mensch – Tier – Team)
• Oder: Ein Projektangebot rund um ein Tier oder eine Tiergruppe entwickeln und durchführen
• Je nach Tiergruppe: Beziehung gestalten und vertiefen

Tierische Freunde
Neben Nutztieren wie Hühnern, Schafen und Ziegen und einem Esel stehen uns Kaninchen, Meerschweinchen und Schildkröten für die direkte Arbeit zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es verschiedene Tierarten zur Beobachtung (Fische, Echsen, Schmetterlinge, Affen, Fischotter….Zum Nachschauen: http://www.zoo-vivarium.de/)

Ich freue mich auf ein spannendes Jahr mit Ihnen, Jutta Frank-Gropper

Gesundheitsprävention durch bildnerisches Gestalten

1. – 4. Std.

„Ästhetische Verhaltensweise ist die Fähigkeit, mehr an den Dingen wahrzunehmen, als sie sind; der Blick unter dem, was ist, in Bild sich verwandelt.“

(Theodor W. Adorno. 1973. S. 433)

Das bildnerische Gestalten mit den unterschiedlichsten Materialen, wie Pastellkreide, Wasserfarbe oder Acrylfarbe ermöglicht die Veranschaulichung innerer Bilder und emotionaler Zustände, die in einem individuellen kreativen Prozess erlebbar werden. Innerhalb von selbst gewählten Kleingruppen, kann diese innere Bewegtheit in Form von kreativer Ausgestaltung thematisiert und reflektiert werden.

Die bildnerische Arbeit in Form der aktiven Malerei wird immer auch durch die Wahl des entsprechenden Materials bestimmt, welches auf das eigene seelische Empfinden in einer spezifischen Weise zurückwirkt. Das Ziel ist dabei immer, einen achtsamen Umgang mit sich selbst und der Umwelt zu erfahren und der eigenen kreativen Kraft auf die Spur zu kommen.

Die Grundvoraussetzung kreativer Selbsterfahrung ist vor allem die Bereitschaft einer aktiven, sinnlichen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten bildnerischen Ausdrucksmaterialien.

Die Inhalte dieser Erfahrungswerte lassen sich auf die vielfältigen Arbeitsfelder der pädagogischen Praxis übertragen und unterstützen die individuelle Experimentierfreude.

J. Krebs

Landart

5.- 8. Stunde
Natur als Kunst – Skulpturen aus zarten Blütenblättern, schwebende Steinspiralen, feurige Gemälde aus buntem Herbstlaub ……Landart zeigt uns die Natur neu und ist dabei die älteste Kunstform, die wir kennen.
Bei diesem Projekt werden Sie zum Landartkünstler. Sie schärfen Ihre Sinne, Wahrnehmung und Intuition. Sie erleben eine bunte, erlebnisreiche Kunst die Spaß macht und Spaß am Einfachen weckt. Schritt für Schritt möchte ich Sie mit den verschiedenen Techniken der Landart-Kunst vertraut machen, Ihre Freude am Gestalten und kreativen Ausdruck wecken oder weiter wachsen lassen. Gleichzeitig lernen Sie einen erlebnisorientierten Zugang zur Natur mit vielen umweltpädagogischen Aspekten kennen. Wie kaum eine andere Kunst ist Landart abhängig von dem was der Tag uns bietet. Denn wir arbeiten draußen, mit bloßen Händen. Wind, Sonne, Regen werden unsere treuen Begleiter sein.
Carpe diem!
Johanna
Jutta Frank-Gropper

Projekt: Video Filmwelt trifft Kinderwelt- wie die Bilder laufen lernen

Angebot 5.- 8. Stunde
Die Faszination der bewegten Bilder ergreift schon die kleinsten Erdenbürger und jeder zweite Hortbewohner möchte einmal ein Filmstar werden.
Das Medienprojekt Film möchte Ihnen und den Kindern das Know How zur Herstellung eines Filmes vermitteln: von der Entwicklung einer Idee bis zum fertigen Drehbuch, von der ersten Probe am Set bis zum Dreh und abschließend in der Nachbearbeitung im Filmschnitt. Dabei kann natürlich Musik verwendet werden, dabei können digitale Effekte zum Einsatz kommen. Und dadurch erwerben die Kids die Medienkompetenz, die sie vor all dem Schrott schützt, der auf sie einströmt. Wir werden viel mit der Kamera arbeiten und so das Medium Film selbst erproben. Natürlich nutzen wir dabei den öffentlichen Raum und treffen auf echte Menschen. Auch hier werden wir den Probenraum des Theaterlabors in der Nähe des Bahnhofs nutzen und zu schätzen wissen- dort tobt das echte Leben!
Die Analyse unserer Lieblingsfilme wird uns helfen die Mittel des Filmes zu begreifen. Dann beginnt die Entwicklung des eigenen Filmstoffes in kleinen Gruppen bis hin zur Realisierung dieser Idee, die ich begleiten werde. Dabei werden wir spielerische Methoden der Annäherungen an das Filmen erproben und so eine Grundlage für die Durchführung eines Filmprojektes in der Praxis im zweiten Halbjahr schaffen.

Uwe Dörr

„Trickfilm”

5-8 Std.
Medien bestimmen den Alltag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen z.B. durch Bücher, Zeitschriften, Hörkassetten, Fernsehen, Radio und Computer. Diese Vielzahl medialer Angebote sind allzu oft fertig aufbereitet und müssen nur noch konsumiert werden…

Im Projekt „Trickfilm“ können Sie selbst kreativ werden, indem Sie die verschiedenen Medien neu aufbereiten oder mit einander kombinieren. Dabei erlernen Sie die einzelnen Arbeitsschritte, die für die Erstellung eines kleinen Trickfilms erforderlich sind: von der Idee über Story und Storyboard, Figuren, Basteln der notwendigen Requisiten und Gestaltung der Szene bis zur Fertigstellung mit Abspann und der Nachvertonung. Darüber hinaus erlangen Sie Kenntnisse über die verschiedenen klassischen Trickfilmtechniken wie Legetrick, Stopmotion, Pixelation, oder Zeichentrick und können diese neu erworbenen Medienkompetenzen kreativ umsetzen.

Das Medium „Trickfilm“ eignet sich zudem auf vielfältige Weise für die spätere zielgruppengerechte praktische Umsetzung. Für Ihre zukünftige pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ergeben sich neue, andere und ideenreiche Zugänge – so werden aus Geschichten, Erzählungen, Bildern, Fotos – bewegte Bilder – ein Trickfilm. Dabei können die Kreativität, die Sozial- und Medienkompetenz sowie die individuellen Fähigkeiten Ihrer jeweiligen Zielgruppe gefördert werden.
Korinna Legandt

Projekt Theater:

Theater trifft Bilderbuch- wie Geschichten in dreidimensionale Ereignisse verwandelt werden
1. – 4. Std.
Um mit einer beliebigen Klientel ein Theaterprojekt durchführen zu können muss man die Kunst des Theaters erlernen und der beste Weg dazu ist, selbst Theater zu spielen. Dies ist jedem Menschen möglich, der Lust und Bereitschaft mitbringt- großes Talent und Extrovertiertheit sind nicht erforderlich, wohl aber Mut und Neugier. Ich werde Euch mit den wesentlichen Gestaltungselementen des Theaters, wie sie ja einige von Euch schon bei der Projektwoche erlebt haben, in einem energetischem Probenprozess vertraut machen. Die „Proben“ finden im Raum des Theaterlabors statt, der sich gleich beim Bahnhof befindet, denn dort verfügen wir über einen Fundus an Requisiten und Kostümen.
Das Material für die kleinen Aufführungen können Bilderbücher werden, die euch und auch die Kinder begeistern. Die Kompetenzen, die wir uns selbst und den möglichen Zielgruppen dabei vermitteln können, sind wesentliche: verbale und körperliche Sprache, die Sprache der Formen, Farben und der Klänge werden gefordert. Für das Praxisprojekt werden dann die Bücher der jeweiligen Zielgruppe zum Anlass von Projekten werden. Ich freue mich auf eine kreative Zusammenarbeit!

Uwe Dörr

Projekt Theater:

Theater für Schüchterne und Bühnenmuffel
1.– 4. Stunde
Du bist schüchtern, allein die Vorstellung auf einer Bühne zu stehen erzeugt Schüttelfrost und Übelkeit – damit gehörst Du zu der Gruppe der Menschen welche solche Situationen normalerweise meiden. Nun bietet das Theater aber eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten, kreativen Ausdrucksmöglichkeiten und Gruppenerlebnissen welche Dir durch Deine Angst entgehen. Ebenso geht es vielleicht den Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Menschen mit Behinderung in Deiner späteren Arbeit.

Genau da setzt mein Medienprojekt an. Wir werden gemeinsam Theaterformen erforschen und dabei Techniken lernen die auch für schüchterne Menschen funktionieren wie z.B. Schattenspiel, Maskenspiel , Puppenspiel und Objekttheater. So eröffnet sich ihnen eine Möglichkeit sich in der theatralen Form zu erleben und ganz nebenbei an ihrer Schüchternheit zu arbeiten. Die Proben werden im Proberaum des Theaterlabors stattfinden. So haben wir einen Kostüm- und Materialfundus welcher uns ideal im kreativen Arbeiten unterstützt.

Basis unserer Arbeit wird ein gemeinsam gewähltes Bilderbuch sein welches wir mit diesen Mitteln auf die Bühne bringen werden. So entsteht ein Methodenkoffer, mit welchem dann im zweiten Halbjahr ein Praxisprojekt mit einem dem gewählten Klientel entsprechendem Buch erarbeitet werden kann.

Nadja Soukup

Bildnerisches Gestalten mit Musik

1.-4. Std.

„Unser Leben lässt sich am besten in den dynamischen Abbildungen einer gelebten Sprache beschreiben. Das Wesen der Sprache ist das der musikalischen Form, die den Inhalt von Ideen übermittelt“

(David Aldridge, 2002, S. 135).

Mit den Mitteln des bildnerischen Ausdrucks und dem gezielten Einsatz musikalischer Interventionen werden kreative Prozesse in Gang gesetzt, die innerhalb der Einzelarbeit und der Kleingruppenarbeit erfahren und reflektiert werden.

Die musikalischen Interventionen werden dabei sowohl durch die rezeptive Variante, also dem Einsatz von bereits vorhandenen Musikstücken, und mit einer aktiven Variante, dem Spielen diverser Musikinstrumente, lustvoll erfahrbar. Mit diversen bildnerischen Materialien, wie Farbe, Kleister, Papier oder Modelliermasse, werden die entstehenden inneren Bilder zum Ausdruck gebracht.

Die Grundvoraussetzung kreativer Selbsterfahrung ist vor allem die Bereitschaft einer aktiven, sinnlichen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten bildnerischen und musikalischen Ausdrucksmaterialien.

Die Inhalte dieser Erfahrungswerte lassen sich auf die vielfältigen Arbeitsfelder der pädagogischen Praxis übertragen und unterstützen die individuelle Experimentierfreude.

J. Krebs

5.-8. Std.
Auch heute noch in den Zeiten des allgegenwärtigen Internets erfreuen sich Hörspiele und Hörbücher großer Beliebtheit. Es liegt also nahe, dieses Medium in der pädagogischen Arbeit gemeinsam mit Kindern/ Jugendlichen/ Erwachsenen/ Alten/ „Behinderten“ neu zu erfinden.
Hilfreich dabei kann im Grunde Alles sein, vom klingenden Kochtopf bis zum Gurren ins Mikrofon, vom zerreißenden Papier bis zum Klang der Wassertropfen. Der Fantasie sind auf der Klangsafari keine Grenzen gesetzt!
Gemeinsam werden wir ausgehend von einem Bilderbuch versuchen das Bilderbuch in die Welt des Klanges zu übertragen. Dabei werden wir die Welt der Geräusche, gesprochenen Texte und Raumatmosphären erforschen.Idealer Ort dafür ist der Proberaum des Theaterlabors.Hier können wir sämtliche Materialien auf ihren Klang hin untersuchen.
Ziel ist als „Geräuschemacher“ unser Publikum in der „Live – Performance“ in die Welt des Bilderbuches zu entführen.
So entsteht ein Methodenkoffer, mit welchem dann im zweiten Halbjahr ein Praxisprojekt mit einem dem gewählten Klientel entsprechendem Buch erarbeitet werden kann.

Nadja Soukup

1. – 4. Std.

„Ästhetische Verhaltensweise ist die Fähigkeit, mehr an den Dingen wahrzunehmen, als sie sind; der Blick unter dem, was ist, in Bild sich verwandelt.“

(Theodor W. Adorno. 1973. S. 433)

Das bildnerische Gestalten mit den unterschiedlichsten Materialen, wie Pastellkreide, Wasserfarbe oder Acrylfarbe ermöglicht die Veranschaulichung innerer Bilder und emotionaler Zustände, die in einem individuellen kreativen Prozess erlebbar werden. Innerhalb von selbst gewählten Kleingruppen, kann diese innere Bewegtheit in Form von kreativer Ausgestaltung thematisiert und reflektiert werden.

Die bildnerische Arbeit in Form der aktiven Malerei wird immer auch durch die Wahl des entsprechenden Materials bestimmt, welches auf das eigene seelische Empfinden in einer spezifischen Weise zurückwirkt. Das Ziel ist dabei immer, einen achtsamen Umgang mit sich selbst und der Umwelt zu erfahren und der eigenen kreativen Kraft auf die Spur zu kommen.

Die Grundvoraussetzung kreativer Selbsterfahrung ist vor allem die Bereitschaft einer aktiven, sinnlichen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten bildnerischen Ausdrucksmaterialien.

Die Inhalte dieser Erfahrungswerte lassen sich auf die vielfältigen Arbeitsfelder der pädagogischen Praxis übertragen und unterstützen die individuelle Experimentierfreude.

J. Krebs

Projekt: „Experimentelles Drucken“

1-4 Std.
In diesem Medienprojekt können Sie unterschiedliche Drucktechniken entdecken, kennenlernen und ausarbeiten. Verschiede Materialien beispielsweise aus der Natur, dem Büro- und Haushalt oder Verpackungen aller Art lassen sich in Druckstöcke umwandeln. Bei diesem kreativen, handwerklichen Arbeiten können Sie schöpferisch und künstlerisch tätig sein und zugleich auf den Gestaltungsprozess ihres Printprodukts (Postkarten, Kalender, Bücher, Bilder) Einfluss nehmen. Durch die ästhetisch-künstlerische Auseinandersetzung in unterschiedlicher Form, mit Bildern oder Worten (Sprache und Literacy) können Sie neue Eindrücke sammeln und Ihrer Kreativität Ausdruck verleihen. Zudem erweitern sich Ihre methodischen Handlungsmöglichkeiten für pädagogische Einrichtungen, denn kleine Druckprojekte als feste Bestandteile der Literacyerziehung und des Lese- und Schreiblernprozesses bieten vielseitige Förder-möglichkeiten für Kinder. Eine Vielzahl von personalen, sozialen und fachspezifischen (Deutsch, Kunst, Technik) Kompetenzen werden bei dem gemeinsamen Drucken geschult und gefördert.

Korinna Legandt

Projekt Gymnastik, Tanz und Tanztheater: „Mit und ohne Requisiten/Geräte gymnastisch, tänzerisch und darstellend gestalten“

5. – 8. Std.
„Am Anfang war der Tanz und nicht das Wort“ (Rudolf von Laban)
Durch Bewegungen zu Musik können Kinder ihre Gefühle und ihre Ge-danken nonverbal darstellen und in Interaktion mit anderen treten. Tan-zen und Gymnastik fördert ihre Kreativität, Fantasie, Koordinationsver-mögen sowie Ausdrucksfähigkeit und kann somit entscheidend zur Per-sönlichkeitsentwicklung beitragen.
Innerhalb dieses Projekts können nach Absprache verschiedene Tanzsti-le (Kreistänze, Jazz-Dance, Modern Dance, Zumba, Street Dance, Krea-tiver Tanz und Tanztheater) und Formen der Gymnastik (klassische Sportgymnastik, Gymnastik mit alternativen Handgeräten) unter Ver-wendung von Musikstücken unterschiedlicher Genres (Klassik, Hip-Hop, Chartmusik, alternative Musik etc.) erprobt werden. Beispielsweise kön-nen wir spielerisch mit Tüchern, Folien, Bällen, Seilen, Federn, Bändern experimentieren und improvisieren etc., Geschichten, Reime und Musik in Bewegungen umsetzen. Anhand der Improvisationsergebnisse wer-den kurze Schrittfolgen und kleine Tanzchoreografien erarbeitet, welche in euren Projekten weiterverwendet werden können. Einen weiteren Schwerpunkt wird der kreative Umgang mit einigen klassischen Handge-räten der Rhythmischen Sportgymnastik wie Ball, Seil oder Band darstel-len. Ich freue mich auf eure Ideen! Der endgültige Plan wird gemeinsam mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen entwickelt.

Zirkus
Nelly Beyer

 








Projekt: Bewegungskünste

1.- 4. Std.
Der Bereich Bewegungskünste stellt ein Handlungsfeld dar, in dem es um das Erproben, Erlernen und Beherrschen kleiner Kunststücke mit
dem eigenen Körper und verschiedenen Geräten und Objekten geht. In verschiedenen, mit der Gruppe abgestimmten Workshops, könnt ihr einzelne Bewegungsbereiche besser kennenlernen. Jeder arbeitet hier
nach seinem Können und Vermögen. Danach bestimmt ihr selber, mit welchem Bereich ihr euch weiter auseinander setzen möchtet.
Mögliche Bereiche: Bewegungskünstler versuchen ihren Körper bewusst zu bewegen (zu Musik, zu einem Rhythmus in verschiedenen Stilen), halten Objekte am Fliegen (Jonglage mit Bällen, mit dem
Diabolo, mit Tüchern), setzen das Gleichgewicht mit Partner oder der Gruppe aufs Spiel (Vertrauens- und Kraftspiele, Akrobatik,
gruppendynamische Übungen) oder „sich auf oder mit kippeligen Geräten zu bewegen“ (Einrad, Stelzen, Seil). Natürlich entdecken wir nach euren Wünschen auch weitere kreative Bewegungsfelder.
Wer Lust auf Bewegung und kreative Gestaltung im Team hat, ist hier genau richtig!
Bewegungskünste gehen über den alltäglichen Erfahrungshorizont hinaus und bieten somit viel Freiraum für Phantasie und Kreativität der Kinder und Jugendlichen.
FSS_Tanz
Nelly Beyer

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