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Stellungnahme

Liebe Kolleginnen und Kollegen

liebe Eltern und Freunde der AES,

die Ausstrahlung der Dokumentation „der Junge und das Mädchen“ hat durch die unglückliche Verquickung von Fakten zu einigen Irritationen und Missverständnissen geführt.

Die Schulleitung hat den Aufnahmen zu der Dokumentation im Vorfeld zugestimmt, weil es bei uns an der AES viel Positives zu dem Thema „Flüchtlinge und deren Integration“ zu berichten gibt. Es ist uns wichtig, dass die Öffentlichkeit auch von diesen Dingen erfährt.

An zwei Tagen wurden bei uns an der AES Filmaufnahmen vom Unterricht in den InteA-Klassen und Interviews von Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und mir als Vertreterin der Schulleitung gemacht. Nur ein sehr kleiner Teil dieser Aufnahmen wurde tatsächlich in der Dokumentation veröffentlicht.

Zur Klarstellung möchte ich aus diesem Grund eine Stellungnahme im Nachgang zu der Ausstrahlung der Dokumentation des Filmproduzenten Christian Gropper auf unserer Homepage veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Gerhard

Abteilungsleiterin

Sehr geehrter Herr Worringen, sehr geehrte Frau Gerhard,

sehr geehrtes Kollegium der Alice-Eleonoren Schule,

nach unserem Gespräch vom vergangenen Montag möchte ich Ihnen heute wie versprochen diese Zeilen schicken.

Nach mehr als drei monatiger Arbeit an der ARD Reportage „Das Mädchen und der Flüchtling“, liegt uns nun der fertige Film vor, der am 4. Juni um 20:15 auf der ARD ausgestrahlt wurde.

Die Kritiken der Tageszeitungen und auch vieler Kollegen aus öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten waren überwiegend sehr positiv und konstruktiv. Besonders die Berichte über die Darmstädter Wohngruppe und der Schulen mit den Darmstädter INTEA Klassen wurden immer wieder sehr lobend beschrieben.

Das hat uns gefreut, denn in den letzten drei Monaten haben alle Mitwirkende an dieser Reportage mit großem Einsatz daran gearbeitet, eine faire und objektive Berichterstattung zu ermöglichen.

Bei unseren Vorgesprächen und vor allem auch während der Dreharbeiten an der AES, habe ich Ihre Schule als eine beispielhaft engagierte, offene und sehr demokratische Einrichtung kennen gelernt.

Für die Bereitschaft, uns an der Schule drehen zu lassen, gerade bei einem nicht einfachen Themenschwerpunkt, möchte ich mich deshalb auch noch einmal bei der Schulleitung, dem Kollegium und auch bei allen Schülern bedanken.

Die Dreharbeiten an Ihrer Schule haben uns einen guten Blick in Ihre so wichtige Integrationsarbeit ermöglicht.

Umso bedauerlicher finde ich es, dass unsere Absicht, die AES in der Reportage als ein positives Beispiel für die Schaffung neuer Perspektiven für junge Geflüchtete aufzuzeigen, leider nicht von allen Zuschauern aus Ihrem Umfeld auch so wahrgenommen wurde.

Denn gerade mir, als Autor, ist besonders diese Aussage sehr wichtig.

Auch die Äußerungen, dass sich der tatverdächtige Jugendliche und das Mädchen vielleicht sogar an Ihrer Schule begegnet sind, möchte ich noch einmal widersprechen.

So wie bereits im Film erwähnt, haben sich die Beiden an einer anderen Schule im Süden Darmstadts kennen gelernt. Ich möchte Ihnen noch einmal versichern, dass es von uns niemals beabsichtigt war, hier einen anderen Eindruck entstehen zu lassen.

Wie bereits besprochen, komme ich gerne nach den Sommerferien noch einmal zu einem Gespräch mit Ihnen, dem Kollegium und auch den Schülern vorbei.

Abschließend wünsche ich Ihnen und der Alice-Eleonoren Schule auch in der Zukunft viel Erfolg und Kraft, die so wichtige Integrationsarbeit für die jungen Geflüchteten in Darmstadt weiterhin voran zu treiben.

Christian Gropper

Gropperfilm Produktions GmbH

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